Baugeschichte
Ein historische Schloss dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen
Diese Baugeschichte ist noch heute sichtbar und wird im Schloss anschaulich anhand von Modellen dargestellt, die die verschiedenen Entwicklungsphasen veranschaulichen.
Baugeschichte
Über die frühste Geschichte von Huis Bergh ist nichts bekannt. Wahrscheinlich wurde um das Jahr 1100 auf einer Insel im Morast ein künstlicher Hügel aufgeschüttet, auf dem ein Wohnturm aus Holz errichtet wurde. Dieser Wohnturm war vermutlich von Holzpalisaden umringt. Diese Bauweise war in jener Zeit für ein Schloss üblich. Später, möglicherweise um das Jahr 1200, wurde dieser hölzerne Wohnturm durch einen runden Turm aus Tuffstein ersetzt, von dem noch Reste in einer Mauer der Hauptburg vorhanden sind. Möglicherweise wurden damals die Palisaden durch eine Steinmauer ersetzt.
Auch die trapezförmige Vorburg muss in dieser Zeit bereits existiert haben. Wahrscheinlich wünschte man sich um 1300 mehr Komfort, und so wurde die erste Etage des heutigen Schlosses gebaut. Der Tuffsteinturm wurde abgerissen und der heutige große Turm errichtet. Die oben genannten Daten sind übrigens nicht nachgewiesen. Die Hauptburg wurde damals vergrößert, und es wurde eine neue Ringmauer gebaut.
Der große Turm wurde an der Stelle errichtet, an der sich bis dahin der Zugang zur Hauptburg befand. In der Mauer des Turms ist dieser Durchgang noch heute zu erkennen. Auch befindet sich in dem großen Turm noch immer ein Brückenkeller. An diesen Umbauten des Schlosses muss mehrere Jahrzehnte gearbeitet worden sein.
Achtzigjährigen Krieg
Im Achtzigjährigen Krieg (1568 bis 1648) wurde Huis Bergh schwer beschädigt.
Um 1600 wurde mit dem Wiederaufbau des Schlosses begonnen, bei dem das Gebäude größtenteils seine heutige Form erhielt. An der Nordostseite wurde das Schloss ausgebaut, wodurch die gleichmäßige achteckige Form verloren ging.
Auf der Vorburg entstand das heutige Verwalterhaus. Die Bebauung der Vorburg war mit Gebäuden entlang der westlichen Mauer, in denen sich Dienstgebäude befanden, umfangreicher als heute.
Zwischen 1680 und 1700 wurde das Schloss mit den Umfriedungen vom Eingang bis zur Hauptburg und dem Eingang zum großen Saal verschönert.
Brand
1735 brannte die Hauptburg des Schlosses komplett ab. Mit dem Wiederaufbau wurde sofort begonnen: So entstand ein umlaufendes Dach und wurden die Fenster durch Schiebefenster ersetzt, um mehr Lichteinfall zu erzielen. Das Schloss wurde nach dem Brand allerdings nicht mehr bewohnt, sondern für unterschiedliche Zwecke genutzt. So war hier zwischen 1798 und 1840 ein Priesterseminar untergebracht.
Wiederherstellung
1912 kaufe Jan Herman van Heek das Schloss vom Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Das Gebäude befand sich in desolatem Zustand und wurde nach und nach von Van Heek restauriert.
1939 wütete erneut ein Brand in der Hauptburg, die völlig ausbrannte. Die erforderlichen Reparaturen nahm Van Heek unmittelbar vor. Er ließ die Fenster des Schlosses durch die alten Kreuzfenster ersetzen, die sich hier früher befunden hatten. Außerdem wurde ein kleines Stück der einstigen Ringmauer erneut aufgebaut.
Das Dach des Schlosses wurde verändert, so dass eine Reihe einzelner Dachstühle und Dächer entstanden.