Die Sammlung
Eine in den Niederlanden einzigartige Kunstsammlung.
Kunstsammlung von Schloss Huis Bergh
Die Sammlung entwickelte sich zu einer der außergewöhnlichsten privaten Kunstsammlungen der Niederlande.
Eine kleine Auswahl aus unserer Sammlung
Die Kunstsammlung von Schloss Bergh ist ein typisches Beispiel für eine private Sammlung mittelalterlicher Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nahezu alle Kunstsparten sind darin vertreten. Hochwertige Kunstwerke wechseln sich mit schlichter Volkskunst ab, was der Sammlung einen vielseitigen Charakter verleiht.
Die Sammlung ist sehr umfangreich und umfasst etwa 15.000 Objekte. Um Ihnen schon einmal einen Eindruck zu vermitteln, finden Sie hier eine Auswahl einiger besonderer Prunkstücke.
Engel von Duccio di Buoninsegna. Siena, 1308-1311.
Dies ist das schönste italienische Gemälde der Sammlung. Einst war die kleine Tafel Teil eines riesigen Altarbildes, der „Maestà“, in der Kathedrale von Siena. Viele Teile des Altarbildes sind im Laufe der Jahrhunderte über die ganze Welt verstreut worden. Es ist klar, dass der Duccio im Bergher Schloss einst zu der Reihe von Engelsfiguren gehörte, die entlang der Oberkante des Altarbildes angebracht waren; die genaue Stelle ist nicht bekannt.
Tempera auf Leinwand und Holz. 30 x 18,3 cm. Inv.-Nr. 10
Porträt des Grafen Hendrik van den Bergh (1573–1638) von Otto van Veen (1556-1629), um 1620.
Graf Hendrik, der jüngste der acht Söhne von Graf Willem IV. van den Bergh, stand zunächst im spanischen Militärdienst und stieg zum Oberbefehlshaber der spanischen Armee in den Niederlanden auf. Im Jahr 1632 lief er zu Frederik Hendrik, Prinz von Oranien und Nachfolger von Wilhelm von Oranien als Statthalter der Vereinigten Niederlande, über.
Auf dem Porträt trägt Hendrik van den Bergh eine kostbare Rüstung mit vergoldeten Rändern und eine rote Schärpe als Zeichen seiner Verbundenheit mit Spanien.
Das Haus Bergh erwarb das Porträt 2009, unter anderem mit Unterstützung der Rembrandt-Gesellschaft, von einem privaten Sammler in Kalifornien.
Öl auf Leinwand. 210 x 131,9 cm. Inv.-Nr. 2042
„Die Heilige Jungfrau“ von Hans Döring (ca. 1490–nach 1557), 1515.
Dargestellt ist die Familie von Anna, der Mutter Marias. Anna war dreimal verheiratet, und ihre drei Ehemänner, ihre Kinder, Schwiegersöhne und Enkelkinder, darunter natürlich Maria, Josef und Jesus, sind alle auf dem Triptychon zu sehen.
Döring war ein großer Bewunderer seines Zeitgenossen Albrecht Dürer: Sieben Figuren sind Dürers Stichen entlehnt.
In den goldfarbenen Ecken des Triptychons sind die Taten des Herkules zu sehen.
Tafel, 165 x 207 cm. Inv.-Nr. 48